Der L-Faktor

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Der L-Faktor

DAS MARKETING UND DIE LIEBE

Die Liebe wird sehr bald fixer Bestandteil der Physik sein. Die Reaktionen auf diese meine öffentliche Aussage vor einem Jahr, waren polarisierend, aber unzählig. Kein Wunder, denn wer kann sich dem Phänomen der Liebe schon entziehen? Es scheint als würde an diesem Gefühl irgendwie das Geheimnis unserer Existenz hängen. Die Publikationen, als auch Forschungsergebnisse, über die Liebe füllen die Weltbibliothek. Doch alle Theorien darüber füllen unser denkendes Herz nicht wirklich aus. Welchen Erklärungs- und Deutungsansatz man auch wählt, nichts vermag zu begründen was geschieht, wenn uns die Liebe begegnet. Eine Form der Allmächtigkeit begleitet sie und nichts und niemand kann sich ihr wirklich entziehen. Im Gegenteil, ihre Abwesenheit empfinden wir als Verlust oder zumindest als essentielles Defizit. Ein Mangel, den man in der rationalen Marktwirtschaft erst recht ausmachen kann …

DAS MODERNE MARKETING IST EINE BITTERE ABBITTE

Heute, ein Jahr danach, schallt diese Aussage wie ein Hoffnungsschrei laut durch die Medienlandschaft. Schlagwörter wie Human Ressource und Social Responsibility sind in der Wirtschaft praktisch alltäglich. Sie sind nicht länger lediglich Platzhalter einer schicken Imagepflege, die im Grunde nicht mehr als eine delegierte Abbitte ist. Unternehmen gaben sich den Anschein einer sozialen Marke, aber eben nur den Anschein, der mehr einem Scheinheiligenschein gleicht. Eine hübsche Etikette. Heute weisen renommierte Unternehmen ihre sozialen Ziele faktisch in den Bilanzen aus. Die Würdigung der menschlichen Leistungen, die sozioökonomischen Ziele, wie die soziale Verantwortung werden ernsthafte Parameter unternehmerischen Handelns und dessen Erfolgs. Man könnte auch sagen, das Marketing nähert sich der Liebe an. Zögerliche Annäherungsversuche, aber immerhin wirbt man um die Braut.

Heute weisen renommierte Unternehmen ihre sozialen Ziele faktisch in den Bilanzen aus

Langsam scheint das Phänomen der Liebe sich auch von ihren Wurzeln der Religion und Esoterik zu befreien. Ihre verpönte Patina mystischer Spiritualität bröckelt langsam ab. Unser Kantsches Weltbild der kausalen Erklärungen, das die Naturwissenschaft von der Geisteswissenschaft strikt trennte, entdeckt nun selbst die Liebe als physikalisches Momentum. Rein wissenschaftlich gesehen, ist die fachliche Diskussion um den Seinshintergrund der Liebe heute salonfähig geworden. Es grenzt nicht zwingend an eine Verschwörungstheorie, dass unsere existentiellsten Krisen der Weltwirtschaft, Finanzen und Geopolitik diese Diskussion begleiten. Vielmehr darf man sie als Zeichen des Dekadenwechsels vom Haben zum Sein lesen. Konsumieren macht schlicht keine Freude mehr, sondern ist zum Zwang geworden. Die apokalyptischen Reiter der Bibel fegen durch die Höllen der Einkaufszentren und hinterlassen der Wirtschaft ein selbstverschuldetes Armageddon. Der Konsum heiligte bisher alle Mittel und das Marketing war bar jeder Moral. Burnout, aus und over …

Die apokalyptischen Reiter der Bibel fegen durch die Höllen der Einkaufszentren und hinterlassen der Wirtschaft ein selbstverschuldetes Armageddon.

 

DIE WIRTSCHAFTLICHE SEITE DER LIEBE

Warum, wozu geschieht dies alles? Es kann gut sein, dass wir selbst daran schuld sind, keine Antwort auf diese Frage zu haben. Wir suchen an der falschen Stelle. Es hat den Anschein, als wär unser ganzes Wissen nur auf Haben anstelle von Sein ausgerichtet. Wir hinterfragen nichts mehr, sondern nehmen alles als gegeben. Jede Gleichung hat am Ende das gleiche Resultat zu ergeben: Konsum! Wir staunen nicht mehr ob des Funkelns eines Diamanten, sondern wegen seines Wertes. Selbst die Liebe hat sich verbraucht. Man ist geneigt zu glauben, dass am Karat des Eherings der Wert der Liebe abzulesen ist. Wir konsumieren die Liebe und geben ihr einen Preis. Doch ist ihr Wert immer der gleiche, wie das Licht, das nur eine Geschwindigkeit hat. Man kann nicht mehr oder weniger lieben. Die Liebe ist, oder ist nicht. Verhält es sich nicht auch so mit dem Erfolg? Er ist, oder er ist nicht … Wir denken, daraus einiges ablesen zu können.

Man kann nicht mehr oder weniger lieben. Die Liebe ist, oder ist nicht. Verhält es sich nicht auch so mit dem Erfolg? Er ist, oder er ist nicht …

Solche Sätze klingen in einem Wirtschaftsartikel seltsam bis suspekt. Ich denke hingegen, dass sie fundamental wahr und nötig sind. Die „Master Thesis“ von THE MASTERPIECES basiert darauf. Wir entwickeln keine Zusatznutzen, sondern geben Produkten und Dienstleistungen eine tatsächliche Berechtigung. Positionierungen sind nicht mehr als das Herausarbeiten der wahrhaftigen Existenzberechtigung. Zu lange hat das erfinderische Marketing jede Nebensächlichkeit zu einem vermeintlichen Hauptdarsteller gemacht. Doch die hübsche Schminke funktioniert nicht mehr. Ein Heustadel mit Pool ist eben doch kein Spa Tempel, oder gar medizinische Einrichtung, bei aller Liebe zur Alternativmedizin. Produkte müssen eine Entsprechung und einen konkreten Nutzen haben. Alleine dem Wort Service müsste man, bei aller Liebe, den Teufel austreiben. Die Zielgruppen benötigen nicht lästige Serviceverträge als Scheingeschäfte, sondern funktionierende Produkte. Die Menschheit benötigt keine Mikrokredite, sondern ein reales und realistisches Einkommen. Was wir als Demokratie bezeichnen ist in Wahrheit eine Schutzgelddemokratie. Bei aller Liebe, geben wir der Liebe bitte ein Chance …

ELEMENTARWIRTSCHAFT 

Zu allen Zeiten der Not trieb es die Menschheit in die Kirche. Nun scheint der Götze Kapital selbst in Not geraten zu sein und ist bereit seine Sünden zu beichten. Ihm zu trauen wäre jedoch blindes Gottvertrauen, denn wie es selbst Atheisten wissen, schützt die Beichte vor Strafe nicht. Das Marketing ist erfinderisch und viele Trends werden gemacht, um damit Kapital schlicht zu machen. Die Wortungetüme der Berater sind letztlich nicht mehr als ein Verwirrspiel um manche Binsenweisheit mit Honoraren zu tarnen. Hier zählt weniger der Inhalt, als das Spektakel und die Performance. Auch die Wirtschaft liebt ihre Unterhaltungsindustrie …

Übernimmt nun der Humanismus das Zepter der Wirtschaft, oder stehen wir vielleicht wahrhaftig vor den Pforten eines neuen Weltbildes.

Die wirklich interessante Frage ist, ob sich hinter diesem Trend tatsächlich eine evolutionäre Veränderung verbirgt. Übernimmt nun der Humanismus das Zepter der Wirtschaft, oder stehen wir vielleicht wahrhaftig vor den Pforten eines neuen Weltbildes. Nach wie vor benötigt es Mut und ist von einem seltsamen Gefühl der Populärwissenschaft begleitet wenn man zu diesem Thema Stellung bezieht. Aber es gibt Indizien, dass wir es hier nicht mit einem Trend zu Liebe, sondern mit einer elementaren physikalischen Größe zu tun haben. Diese Behauptung klingt derart populistisch, dass man ihr einfach misstrauen muss. Vorsicht ist gut, aber das Interesse ist geweckt.

DER MENSCHLICHE QUOTIENT 

Es ist hier nicht der Platz die ganze theoretische Abhandlung der Elementarphysik zu strapazieren, aber unweigerlich darf festgehalten werden, dass die Liebe zum Faktor in der Teilchenphysik geworden ist. Unsere Abhandlung des menschlichen Quotienten (MQ) leitet die Erkenntnisse in die Wirtschaft und das Marketing ab. In Kürze erscheint unsere Theorie auch in Buchform. Interessanter als die wissenschaftliche Ableitung ist vielmehr ihre Konsequenz auf das strategische Denken und Handeln von Marken und Dienstleistungen. Wir müssen umdenken, wenn wir aus der Suizidfalle der Wirtschafts- und Warenpolitik aussteigen wollen. Lassen Sie mich es wagen hier Wörter zu verwenden, die bisher verpönt waren, wenn man als seriöser Berater gelten wollte. In der Bibel und anderen monotheistischen Religionen stößt man auf die Aussage: Gott ist Liebe. Die moderne Physik zeigt, dass Information eine elementare Kategorie ist, die schneller als Licht und mit allen Dingen verschränkt ist. Folgen Sie mir nur einen kleinen Schritt weiter. Wenn Information das gestaltende Element der Wirklichkeit ist, dann haben wir alle das Potential selbst Schöpfer zu sein. Im Sinne der Quantenphysik erhebt uns dies faktisch zu Göttern. Vielleicht meint unser Glaubensbekenntnis im Wesen nichts anderes, als dass wir selbst unserer Welten Schöpfer sind. Der große Masterplan ist letztlich die Selbsterkenntnis hin zur Liebe, was in der Marktwirtschaft nicht mehr als der ohnedies strapazierte Ruf nach Authentizität ist. Das ist nicht neu, aber es wahrhaftig umzusetzen erfordert wesentlich mehr als lediglich die Methoden anzupassen. Es erfordert aufrichtig mit den Fakten und Umständen umzugehen und diese nicht simpel umzudeuten. Umdeutungen sind kein Relaunch, sondern befrieden letztlich nur Hoffnungen von Managern, die längst der selben Vergangenheit angehören. Es erfordert die Schule der menschlichen Tugenden, das Erkennen von Gaben und Hinterfragen des Bestehenden. Daher der Ruf nach dem Human Kapital, das sich vom rein reproduktiven Prozess der Systemwirtschaft befreien will. Ich denke das Feuer der Liebe leuchtet heller denn je – auch im Marketing. Viele moderne Kampagnen, Filme, Strategien deuten uns dabei bereits den Weg.

Wir waren und sind auf der Spur diesen spannenden Prozesses und wenden in praktisch in unseren Prozessen an. Und wir haben der Theorie einen Namen gegeben: Nach dem Intelligenz Quotienten (IQ) und dem emotionalen Quotienten (EQ), forschen und praktizieren wir den menschlichen Quotienten den MQ. Schon bald in ihrer Buchhandlung und natürlich als gelebte Methode für unsere Klienten.

2017-12-15T21:04:10+00:00